Wir sprechen mit Mafalda Riveiro, Architektin und Urheberin des Behindertenzentrums APANID

Mit ihr haben wir am Gebäude APANID in Getafe gearbeitet, einem Behindertenzentrum für 330 Nutzer, das sich der Eingliederung von Menschen mit geistigen Behinderungen in den Arbeitsmarkt verschrieben hat
Wir sprechen mit Mafalda Riveiro, Architektin und Urheberin des Behindertenzentrums APANID

Heute sprechen wir mit Mafalda Riveiro von MAFALDA RIVEIRO ARQUITECTOS, einem im Jahr 2000 gegründeten Studio in Erweiterung von RIVEIRO ARQUITECTOS, das 1946 von ihrem Großvater Pedro Riveiro gegründet worden war. Mafalda hat einen Internationalen Doktortitel in Architektur und Erfahrung als alleinige Urheberin von mehr als 33.000 m2 bebauter Fläche.

Mehr Informationen zum Projekt können Sie hier nachlesen.

Das hat sie uns erzählt:

Ihre Philosophie:

Wir glauben, dass die Umgebung das Leben der Menschen beeinflusst und deshalb nehmen wir unseren Beruf sehr ernst. Die große Leidenschaft für das, was wir tun, bringt uns dazu, jedes Projekt sorgfältig, eingehend und gewissenhaft anzugehen und nach exzellenten Ergebnissen zu streben.

Wir halten es für unsere Pflicht, unsere Projekte mit Blick auf den Umweltschutz zu entwerfen und dabei einheimische Materialien zu verwenden, die verfügbaren Ressourcen auf das Beste auszunutzen, nachhaltige bauliche Lösungen zu entwickeln und Energieeffizienz anzustreben.

Wir wollten eine Fassade aus großen Bauteilen mit hoher Energieeffizienz einsetzen, die gleichzeitig ästhetisch ansprechend sein sollte.

1. Was war Ihr Ziel bei diesem Projekt und wie haben Sie es verfolgt? 

Wir wollten eine Fassade aus großen Bauteilen mit hoher Energieeffizienz einsetzen, die gleichzeitig ästhetisch ansprechend sein sollte. Wir waren außerdem auf der Suche nach Materialien mit verschiedenen Farbtönen, da wir die beiden Gebäude, an denen wir diese Verkleidung einsetzen wollten, farblich voneinander abheben wollten. Darüber hinaus wollten wir ein einziges Material an Fassaden und Einrahmungen einsetzen.

2. Wie komplex ist das Projekt aus architektonischer Sicht?

Das Projekt hat einen zentralen Bereich auf drei Höhen (wo auch die Fassade aus Polymerbeton in der Farbe Weiß verwendet wird), in dem vier Module in einer Höhe eingesetzt werden, die die Fassaden und Dächer aus Zink aufweisen. Diese Lösung in einer Zusammenstellung der zwei Fassadenmaterialien war komplex aus ästhetischem und baulichem Gesichtspunkt (zur Vermeidung von Feuchtigkeit usw.) und für jeden konkreten Fall musste das bauliche Detail entworfen werden.

Da der zentrale Bereich unterschiedlichen Zwecken dient, weisen die Fassaden Aussparungen unterschiedlicher Größe zwischen 1,5 m2 und 31 m2 auf. Deshalb waren sehr detaillierte Studien der Modulation der Fassaden erforderlich, damit diese mit den Aussparungen kohärent sind.

3. Was halten Sie von unserem Material, nachdem Sie damit gearbeitet haben?

Das Ergebnis gefällt uns aus allen Gesichtspunkten sehr. Im Vergleich zu anderen Verkleidungen für hinterlüftete Fassaden, mit denen wir vorher gearbeitet hatten, haben die Bauteile aus Polymerbeton eine bessere Formstabilität und Ebenheit, was für ein viel minimalistischeres und schöneres Finish gesorgt hat.

Haben die Bauteile aus Polymerbeton eine bessere Formstabilität und Ebenheit, was für ein viel minimalistischeres und schöneres Finish gesorgt hat.

Wir sind auch sehr zufrieden mit der Montagezeit der Fassade und mit dem Verfahren an sich, da der Bau ohne Schwierigkeiten ausgeführt werden konnte, nachdem die Fassaden bis ins Detail geplant wurden. Das war für uns sehr wichtig.

4. Sind Sie mit dem Endresultat zufrieden? Wie steht es mit der Zusammenarbeit und der Integrallösung (Begleitung über das gesamte Verfahren), die ULMA bietet?

Sehr zufrieden, das Ergebnis hat genau unseren Vorstellungen entsprochen. Das Modulationsverfahren der Fassaden in der Projektphase und die technische Beratung in der Bauphase waren für uns von grundlegender Bedeutung.

5. Integrieren Sie auch andere Elemente neben dem System der hinterlüfteten Fassade (die das Temperaturverhalten des Gebäudes stark verbessert), die einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten?

Ja, wir verwenden einen unterschiedlichen Sonnenschutz für jede Ausrichtung der Fassaden, Glas mit einem sehr niedrigen Wärmedurchgang und Sonnenschutzfaktor, Zimmerarbeiten mit Wärmebrückenbruch, hoch effiziente Anlagen mit Wärmerückgewinnung, Bewegungsmelder, überdimensionierte Wärmedämmung usw.

Wir setzen zu 100 % auf das nachhaltige Bauen und streben nach der höchsten Energiezertifizierung in allen unseren Projekten. 

6. Welche Bedeutung messen Sie in Ihren Projekten dem nachhaltigen Bauen bei? 

Die größtmögliche, wir setzen zu 100 % auf das nachhaltige Bauen und streben nach der höchsten Energiezertifizierung in allen unseren Projekten. Wie auch in diesem Fall, wo das Gebäude die Energieeffizienzklasse A hat.

7. Was ist die Hauptanforderung bei der Projektentwicklung und -planung?

Effizient die konkreten Anforderungen der Kunden zu erfüllen. Darüber hinaus für Mehrwert zu sorgen, ohne die Auswirkungen in Bezug auf Stadtplanung, Energiemanagement, Ästhetik usw. aus den Augen zu verlieren, die das Gebäude auf seine Umgebung haben wird.

8. Welche sind die größten Schwierigkeiten beim Entwurf?

Die größten Schwierigkeiten ergeben sich durch die Vielschichtigkeit des architektonischen Projekts an sich, in dem Sinne, dass neben bestimmten Anforderungen zahlreiche technische Voraussetzungen und Vorschriften zu erfüllen sind, die an jedem Standort gelten. Es handelt sich wirklich um einen maßgeschneiderten Auftrag, dem ein langer Prozess der Erforschung von Materialien, baulichen und strukturellen Lösungen, Ausführungen, Beleuchtung usw. vorausgeht, was auf der anderen Seite auch sehr spannend ist.

Wenn auch Sie ein Projekt haben und mit uns zusammenarbeiten wollen, schreiben Sie uns.

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Dossier hinterlüftete Fassaden

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Farben und Texturen

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